Notizbuch: gewollt, gesucht, gefunden

Dez. 8, 2023

Dieser Blogartikel richtet sich an all jene Schreibende, die noch gerne mit der Hand schreiben und ihre Gedanken in Notizbüchern festhalten. Hier geht es nämlich um das tatsächliche und analoge Notizbuch aus Papier.    

Grundeigenschaften von einem Notizbuch

Ein Notizbuch kann unterschiedliche Formen, Farben und Größen haben. Je nach Geschmack können die Seiten liniert, kariert oder glatt sein. Der Buchumschlag kann weich sein (Softcover), aus Papier, Karton oder sogar aus (Kunst)Leder oder er ist fest (Hardcover) mit veredelten Ecken und Kanten, mit einem Lesebändchen oder ohne. Auf den Seiten können Motive oder Bilder gedruckt sein oder es befindet sich eine Art Wasserzeichen auf den Seiten und geben dem Notizbuch ein verwegenes Flair. Von der Größe und Form gibt es wohl keine Grenze gesetzt: von Mini-Mini-Format bis hin zu A3-Format ist sicher alles dabei, bzw. habe ich schon alles gesehen und teils ausprobiert. Auch die Beschaffenheit des Papiers ist nicht immer gleich und darf auch nicht unterschätzt werden. Es gibt zu glattes Papier oder zu raues Papier. Beide Extreme machen keinen Spaß, wenn man darauf schreibt. Außerdem gibt es einen Unterschied zwischen stark gebleichten oder naturbelassenen Papier.

Der ideale Begleiter vom Notizbuch 

Das Notizbuch alleine bringt der:dem Schreiber:in leider nur wenig, wenn es keinen passenden Stift dazu gibt. Denn hier gibt es nochmals eine unendlich lange Bandbreite an unterschiedlichen Stiften und nicht alle sind mit jedem Notizbücher kompatibel. Vielschreiber:innen kennen das Problem, wenn man den perfekten Stift gefunden hat und dann auf zu rauem oder zu glattem Papier schreiben muss, das bremst einerseits den Schreibfluss und andererseits steigt die Frustration. Der ideale Stift patzt nicht, kratzt nicht, fliegt nicht zu schnell übers Papier und liegt natürlich gut in der Hand. Manche präferieren eine Füllfeder, andere wiederum mögen Kugelschreiber oder Bleistift. Ich persönlich liebe Kugelschreiber und meistens finde ich den idealen Stift in irgendwelchen Firmengeschenken und fange dann an, diese wie wild zu horten. Wenn ich einmal einen guten Stift gefunden habe, kann ich zeitweise wie eine Furie sein, wenn jemand anderes damit schreiben möchte oder sich ihn aus borgen will. 

Den Überblick behalten

Ich bin eine Person, die für jeden Zweck ein eigenes Notizbuch führt. Ich habe ein eigenes Notizbuch für:

  • Meine Morgenseiten (Moleskin, Softcover, quadratförmig) 
  • Gedanken für unterwegs (A6-Format, Softcover) 
  • Gedanken zuhause unter Tags (A4, spirallförmig, Hardcover, einfarbiges Cover) 
  • Schreibtreffs/Schreibretreats auswärts (Paperplank, quadratförmig, Softcover) 
  • Meine Workshops (Moleskin, Softcover, quadratförmig) 
  • Meine Buchprojekte (A4, spirallförmig, Hardcover, buntes Cover) 

Eines haben alle Notizbücher gemeinsam: Sie haben glattes Papier. Das ist etwas, das für mich schon immer wichtig war, denn liniert oder kariertes Papier würde mich in meiner Kreativität einschränken. 

Natürlich verschwimmen die Themenbereiche auch des Öfteren und mittlerweile stört es mich auch nicht mehr. Früher habe ich tatsächlich das Notizbuch gewechselt, sobald ich einen Gedanken zu einem Buchprojekt hatte oder „die Zeit der Morgenseiten überschritten habe“. Aber die Trennung der Themenbereiche ist sehr praktisch, denn so weiß ich ungefähr wo was steht oder wo ich was geschrieben habe. 

Das perfekte Notizbuch 

Was ist denn nun eigentlich das perfekte Notizbuch? Ich denke darauf gibt es ebenso viele Antworten wie auf die Frage: Was ist schön? Jeder empfindet es anders und das ist auch gut so. Ich finde das perfekte Notizbuch ist jenes, das ich gerade zur Hand habe, wenn ich einen Gedanken notieren will. Ja, das widerspricht den oberen Absätzen, aber ich habe mittlerweile gelernt, auch in „schöne und edle“ Notizbücher zu schreiben, wenn ich sonst keines bei der Hand habe. Wer kennt das nicht, man bekommt von der Familie oder Freund:innen ein ganz besonderes und wertvolles Notizbuch geschenkt, dann liegt es eine Zeitlang im Regal oder am Tisch und man traut sich nicht hineinzuschreiben, weil es zu schön ist. Ich bin schon soweit, dass ich auch in diese Notizbücher schreibe, denn es wird erst zum perfekten Notizbuch, wenn ich meine Gedanken darin aufschreibe. Ansonsten erfüllt es doch nicht seinen Zweck oder? 

Schreib-Zeit Schreibtipp: 

Hast du ein oder mehrere Notizbücher zuhause, die „zu schön“ zum Schreiben sind? Probiere es aus, fange an etwas hinein zu schreiben, wenn du Lust hast. Erzwinge es nicht, aber halte dich auch nicht zurück. Jeder Gedanke den du aufschreibst ist wertvoll und darf auch in ein „zu schönes“ Notizbuch geschrieben werden. 

Hast du dir vor diesem Artikel schon jemals so viele Gedanken über Notizbücher gemacht? 😉 Hinterlasse mir gerne ein Kommentar

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