Das Thema Schreibblockade beschäftigt wohl jede Autorin und jeden Autor irgendwann einmal im Laufe des Schreibprozesses. Sie sind so allgegenwärtig und es gibt so viele unterschiedliche Lösungsansätze, wie man eine Schreibblockade beseitigen kann.
Was ist eine Schreibblockade?
Eine Schreibblockade ist ganz simpel etwas, das mich vom Schreiben abhält. Etwas, das mich blockiert, wie eine Straßensperre oder eine verschlossene Türe. Dabei entsteht eine Schreibblockade oftmals im Kopf und ist gar nicht so leicht wegzubekommen. Es ist wie eine unsichtbare Macht, die man sich weder erklären, noch benennen kann. Eine Schreibblockade kann viele Ursachen haben wie z.b.: durch viel Stress oder einem sehr ausgeprägten Perfektionismus. Hohe Ansprüche an sich selbst oder das eigene Schreibprojekt können ebenfalls blockieren oder ein Druck von außen. Tatsache ist, man möchte gerne schreiben, aber es geht einfach nicht.
Mögliche Ursachen einer Schreibblockade
Wie bereits erwähnt können Stress und Druck (von innen oder außen) sich negativ auf das eigene Schreibverhalten auswirken. Es gibt aber noch andere mögliche Ursachen einer Schreibblockade. Wenn man beim Schreiben unsicher ist, ob denn das, was man schreibt, auch wirklich gut ist und bei den Leser:innen auch ankommt. Wenn der Zweifel zu groß wird und an Überhand gewinnt, kann das schon sehr frustrierend sein. Oder wenn man nicht weiß, was man denn eigentlich schreiben möchte bzw. wie die Geschichte tatsächlich ausgeht oder anfängt. Und eine Schreibblockade, die bei mir öfter vorkommt ist jene die mit Zeitdruck zu tun hat. Ich sehe oft das große Ganze und ein Roman mit 500 Normseiten kann ganz schön einschüchternd sein. Da hinterfrage ich oft, ob ich denn überhaupt die Zeit und Ressourcen habe, so ein langes Projekt in Angriff zu nehmen, und blockiere mich damit nur selbst.
Tipps und Tricks gegen Schreibblockaden
Methoden und Tricks, die mir oft aus einer Schreibblockade geholfen haben, sind folgende:
- Mir Klarheit über das eigene Schreibprojekt verschaffen: Das funktioniert meistens mit einem Freewriting oder Cluster, in dem ich mir überlege, was ich denn eigentlich will. Im Freewriting unterstreiche ich im zweiten Schritt dann die wichtigen oder interessanten Stellen und verschaffe mir so wieder einen besseren Überblick. Sobald ich wieder eine ungefähre Richtung habe, fällt es mir leichter, ins Schreiben zu kommen.
- Regelmäßiges Schreiben: Ich habe es schon mehrmals erwähnt, wie wichtig kontinuierliches Schreiben ist (hier gehts zum Blogartikel: Schreiben: 3 Tipps zum Durchhalten) mir hat es eine Zeitlang geholfen, jeden Tag 20 Minuten an meiner Geschichte zu schreiben. Durch die Regelmäßigkeit musste ich mich auch nicht lange in mein Thema einlesen, sondern habe gleich drauf losgeschrieben. Durch die fixe Zeit der 20 Minuten habe ich das Schreiben auch nicht in Frage gestellt und habe so erst gar keine Schreibblockade aufkommen lassen.
- Ansprüche senken: Dieser Punkt ist leichter gesagt, als getan – das weiß ich aus eigener Erfahrung nur zu gut! Aber es ist auch einer der wichtigsten Punkte, denn hohe Ansprüche, Perfektionismus und Druck von innen und außen, sind die gefährlichsten Auslöser für eine Schreibblockade. Mir hat es oft geholfen, wenn ich mich vor allem auf den Spaß beim Schreiben fokussiert habe. Dabei habe ich alles andere ausgeblendet: Meine zukünftigen Leser:innen, Meinungen anderer und vor allem habe ich meine innere Zensorin ignoriert. Und noch ein Gedanke hat mir geholfen: „Ich verfasse Rohtexte und alles, was nicht passt, wird bei der 1., 2. oder 3. Überarbeitung feingeschliffen.“ Das nimmt schon mal den Druck raus, gleich perfekt schreiben zu müssen, denn nichts ist in Stein gemeißelt.
Schreib-Zeit Schreibtipp:
Eine Schreibblockade lösen, ist immer leichter, wenn man den oder die Auslöser kennt. Finde heraus, was dich blockiert und suche dir einen Weg, wie du sie lösen kannst. Vielleicht helfen dir die oben genannten Tipps oder vielleicht kennst du eine noch bessere Lösung, dann hinterlasse mir gerne ein Kommentar!

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