Wenn ich von meinem Nebenberuf als Schreibtrainerin erzähle und sage, dass ich Schreibkurse für Kinder und Jugendliche halte, bekomme ich meistens immer dieselben Fragen zurück:
- Übt ihr das Schönschreiben?
- Zeigst du den Kindern, wie man mit der Hand schreibt?
- Aha, was versteht man unter einem Schreibkurs?
Meine Antworten:
- Nein
- Das können sie meistens schon, bevor sie zu mir kommen
- Eine Vielzahl an Methoden und Übungen.
Ich gebe zu, die dritte Frage lässt sich oft schwer bzw. nicht so schnell beantworten. Denn ein Schreibkurs kann vieles sein. Ich passe meine Kurse oft an meine Teilnehmenden an, da es einerseits ihr Kurs ist und sie diesen mitgestalten dürfen und andererseits, weil sie so viel individueller werden.
Schreibkurse als kreatives Ventil
In erster Linie geht es darum, Raum zu schaffen, um sich kreativ und fantasievoll ausleben zu dürfen. In meinen Schreibkursen versuche ich mit unterschiedlichen Übungen, Inputs und Methoden den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben aus sich heraus zu kommen, Neues zu entdecken und spielerisch das kreative Potenzial auszuschöpfen. Das erleben wir gemeinsam durch schreiben, malen/zeichnen und collagieren.
Schreibkurse auf Augenhöhe
Als Schreibtrainerin bin ich ein Teil der Gruppe. Ich mache alle Übungen mit, die ich anleite und teile auch mit der Gruppe meine Erfahrungen, lese meine (Roh)texte vor und reflektiere mit ihnen gemeinsam. Ich erwähne auch immer, dass meine Inputs Angebote sind, welche genutzt werden können oder eben nicht. Wenn einem:r Teilnehmer:in die Übung nicht gefällt oder es an diesem Tag keinen Spaß macht, dann schlage ich immer vor, sich anderwertig kreativ zu beschäftigen. Zwar empfehle ich, es dennoch zu probieren und nicht von vornherein eine ablehnende Haltung einzunehmen, doch soll auch nichts erzwungen werden.
Kein Zwang im Schreibkurs
Und das ist der größte und wichtigste Punkt für mich: Es gibt kein Muss oder Zwang in meinen Schreibkursen. Die Kinder und Jugendlichen kommen, bestenfalls, freiwillig zu mir und haben, im besten Fall, Spaß am Schreiben und Kreativsein. Ich betone auch gerne, dass sie als Teilnehmende mitentscheiden können, was wir machen und was nicht. Dazu sind Feedback und Wünsche am Anfang von jedem Kurs wichtig, um herauszufinden, was die Gruppe möchte und welche Ziele jeder und jede Einzelne hat. Und wie bereits erwähnt, biete ich ihnen Übungen und Inputs an, welche sie aufnehmen können oder eben nicht.
Vorteile von Schreibkursen
Der größte Vorteil von Schreibkursen ist das Schreiben in der Gruppe. Man lernt andere Schreibbegeisterte kennen, tauscht sich zu den unterschiedlichsten Themen aus und profitiert von der Dynamik der Gruppe. Viele Schreibübungen sind sozusagen Gruppenspiele, die am besten ab 5 Teilnehmenden funktionieren. In Schreibkursen kann man von den Fragen oder den Inputs der anderen Teilnehmenden profitieren und kommt vielleicht so wiederum auf neue Ideen. Und der größte Vorteil von Schreibkursen ist, dass es keine Vorkenntnisse benötigt, außer die Tatsache das Schreiben zu beherrschen. Deshalb halte ich auch Schreibkurse ab ca. 10 Jahren ab.
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