3 Wege zur Ideenfindung
Diese Frage bekomme ich immer wieder in meinen Workshops für Kinder und Jugendliche gestellt und die Antwort ist nicht immer die gleiche. Denn, es gibt sehr viele Wege und Herangehensweisen um zu einer Geschichte zu kommen.
Ich betone auch immer wieder, dass der eine Weg, der für die eine Person passt, nicht automatisch für die zweite Person passen muss. Es kommt auch viel auf die eigene Persönlichkeit an und was man bislang erlebt und welche Interessen man hat.
In diesem Blogartikel möchte ich dir gerne 3 Wege vorstellen, wie du zu einer Idee für eine Geschichte kommen kannst.
1. Das eigene Umfeld/Leben
In erster Linie kann man mal im eigenen Umfeld bzw. im eigenen Leben nach Geschichten oder Ideen suchen. Nach dem Motto: Du bist die:der Expert:in deines eigenen Lebens. Du kennst dich dort gut aus und du weißt:
- Wie es sich anfühlt in deiner Stadt oder deinem Dorf zu leben
- Wie es ist, Geschwister zu haben oder ein Einzelkind zu sein
- Wie ist es ein Haustier zu haben oder unbedingt eines zu wollen, aber es nicht zu dürfen
Ich denke, du weißt, worauf ich hinaus möchte oder? Am Anfang reicht es, wenn du dir ein Element heraus nimmst und beginnst, dieses entweder real zu beschreiben oder du denkst dir eine fiktive Figur aus und beschreibst aus der Sicht dieser Figur.
Mit „Element“ meine ich einen der oben angeführten Punkte. Es reicht manchmal, wenn man einfach drauf los schreibt und schaut, wohin es führt.
2. Filme, Bücher, Videospiele als Inspiration
Du schaust gerne Serien oder Filme, verschlingst gerne Bücher oder tauchst in die Welt von Videospielen ab? Egal, in welchem Format du Geschichten aufnimmst, aus denen kannst du sehr viel lernen und dich inspirieren lassen. Es spricht nichts dagegen, für Übungszwecke eine bestehende Geschichte zu adaptieren. Überlege dir, wie es wäre, wenn du deine Lieblingsgeschichte umschreiben könntest oder dich selber als Hauptfigur in die Handlung hineinsetzt. Vielleicht sagt dir auch das Wort Fanfiction etwas? Dazu gibt es zahlreiche Blogartikel und Internetseiten.
Diese Übung eignet sich vor allem, um einmal in das Schreiben hineinzukommen und bestenfalls im Schreiben auf neue Ideen zu kommen. Wenn du jetzt denkst, dass das vielleicht eine Zeitverschwendung ist, dann kann ich den Gedanken gut nachvollziehen. So habe ich auch am Anfang gedacht, aber es bringt wirklich etwas.
Die Vorteile der Übung sind:
- Du kannst dir den Druck nehmen, die ultimative Geschichte schreiben zu müssen.
- Du hast Spaß am Schreiben.
- Du kannst in Ruhe eine Schreibroutine entwickeln.
- Du kannst das berühmte Show don’t tell üben (dazu mehr in einem separaten Blogartikel)
3. Wünsche, Träume und Fantasie
Ich hole mir sehr viele Inspirationen aus meinen Träumen und Wünschen. Das hilft mir oft, den starren Blick zu erweitern und auch mal was Neues zu entdecken.
Beantworte für dich diese Fragen:
- Was ist dein innigster Wunsch bzw. die innigsten Wünsche?
- Was möchtest du einmal unbedingt in deinem Leben erlebt haben?
- Wo möchtest du einmal hinfahren? Gibt es ein bestimmtes Reiseziel?
Du kannst realistisch bleiben oder deine Fantasie ins Spiel bringen. Dazu eignet sich eine meiner Lieblingsmethoden, die „Was wäre wenn…“ Du schreibst den Satzanfang (die 3 Wörter) immer vollständig aus und vervollständigst sie:
- Was wäre wenn du übernatürliche Fähigkeit hättest? (Welche wäre das?)
- Was wäre wenn Tiere sprechen könnten?
- Was wäre wenn wir alle fliegen könnten?
- Was wäre wenn man die Zeit zurück drehen könnte
Die Übung eignet sich gut, wenn du die „Was wäre wenn…“ Zumindest 30 Mal untereinander schreibst. Es ist spannend, auf welche absurden Ideen man kommt. Im Anschluss nimm dir ein paar davon raus und beantworte sie dir selbst. Überlege dir wie es ist, wenn alle Personen fliegen könnten. Gäbe es dann einen Stau am Himmel? Wären wir schneller unterwegs oder beschleunigt sich dann alles andere auch?
Du siehst man kann da sehr viel Zeit damit verbringen und ich selbst bin durch die „Was wäre wenn…“ Übung schon auf so manch neue Idee gekommen.
Sie eignet sich auch dann, wenn man in der eigenen Geschichte stecken bleibt und nicht mehr weiter weiß. So habe ich auch einmal aus einer Sackgasse gefunden und habe meinen Blick erweitert.
Ich hoffe der Blogartikel hat dir geholfen und dich auf neue Ideen gebracht. Ich werde mit Sicherheit einen weiteren Artikel schreiben, mit noch mehr Anregungen zur Ideenfindung, denn da gibt es unendlich viele!
Haben dir diese Inputs geholfen? Bist du auf neue Ideen gekommen?
Welche Geschichte schreibst du gerade?
Hinterlasse mir gerne ein Kommentar.

Herzerfrischende Ideen, danke, liebe Angelika 🙂
Danke dir, Irene ☺️
Dein Blog ist eine wahre Schatzkammer des Wissens! Die Tiefe deiner Recherche und die elegante Präsentation von komplexen Informationen zeugen von einem hohen Maß an Professionalität. Jeder Artikel ist wie ein intellektueller Leitfaden durch anspruchsvolle Themen.
Vielen lieben Dank für dein Kommentar und die Komplimente 🙂